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Dynamo Dresden

Cristian Fiel im StadtSpiegel-Interview

Der Publikumsliebling ist ein absoluter Familienmensch

 
 

Cristian Fiel, Publikumsliebling in Dresden, von den Fans „Fielo" genannt, spricht mit dem StadtSpiegel über Dynamo Dresden, seine Zukunft und sein Wichtigstes im Leben, seine Familie.

Mit welchen Alter hast du deine Fußballkarriere begonnen und war es schon immer dein Traum, Fußballprofi zu werden?

Meine Eltern haben mir immer gesagt, dass mit meinen ersten Schritten immer der Ball mit im Spiel war. Alles was irgendwie mit Ball zu tun hatte, war für mich interessant. Mein Wunschberuf war schon immer, Fußballprofi zu werden.

Wurdest du von einem sogenannten Fußballscout entdeckt oder hast du dich selber hochgearbeitet?

Meine Eltern haben mich mit 6 Jahren zum Talentetag des VfB Stuttgart gebracht. Die Verantwortlichen haben mich für gut befunden und somit habe ich seit dem Tag beim VfB Stuttgart in der F-Jugend gespielt.

Wie bist du zu Dynamo Dresden gekommen?

Mein Vertrag bei Alemannia Aachen ist nach 6 Jahren nicht verlängert wurden. Der damalige Dynamo-Trainer Matthias Mauksch wollte mich unbedingt nach Dresden holen. Wir haben sehr viele Gespräche dazu geführt und er hat mich letztendlich überzeugt, in die sächsische Landeshauptstadt zu kommen und das Dynamo der richtige Schritt für mich ist.

Du bist jetzt 4 Jahre in Dresden. Dein Fazit zu der Stadt, den Fans und zu Dynamo?

Die Stadt Dresden ist sehr schön. Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl hier, das habe ich auch schon sehr oft in Gesprächen und Interviews betont. Zu den Fans kann ich nicht oft genug sagen, dass man etwas Vergleichbares in Deutschland nicht finden wird. Bestes Beispiel war erst am vergangenen Montagabend im Spiel gegen 1860 München. Wir sind Drittletzter und haben 27.000 Leute im Stadion, die uns anfeuern und eine Stimmung machen, das ist einfach Wahnsinn und kann man mit Worten gar nicht erklären. Dynamo Dresden ist ein Verein mit einer riesigen Tradition. Jeder weiß, wie viele Spieler hier groß geworden und von Dynamo in die große weite Fußballwelt ausgewandert sind. Zusammengefasst; ein großer Verein mit viel Tradition und viel Geschichte.

Hast du ein Lieblingsrestaurant in Dresden?

In der Neustadt gibt es ein Cafè namens Blumenau, da bin ich sehr gerne und oft anzufinden.

Stimmt das, du trinkst keinen Alkohol?

Stimmt, eigentlich trinke ich keinen Alkohol. Allerdings zu einem besonderen Anlass mal ein Gläschen Wein , dem spricht nichts dagegen.

Was war bisher dein emotionalster Moment bei

Dynamo Dresden?

Da gab es wirklich schon einige hier bei Dynamo, so viel wie wahrscheinlich in meiner ganzen Karriere noch nicht. Aber das Tor zum 1:0 im Relegationsheimspiel gegen Osnabrück werde ich nie vergessen. In diesem Moment ist der ganze Druck von einem abgefallen. Das war für mich schon sehr bewegend. Genau wie der Moment nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue in der Saison 2012/13, jeder der damals im Stadion war, weiß genau was ich meine.

Wie lange willst du noch Profifußball spielen und wird Dynamo Dresden dein letzter Verein sein?

Fakt ist, Dynamo Dresden wird mein letzter Verein sein. Wie lange ich noch spiele, kann ich nicht genau sagen. Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zu einem wie lange ich noch Spaß daran habe und natürlich wie der Körper bzw. die Gesundheit mitmacht. Jetzt habe ich ja noch einen Vertrag für die nächste Saison und dann werde ich weitersehen.

Bist du vor den Spielen aufgeregt bzw. hast du noch Lampenfieber? Vor allem wenn man vor vollem Haus spielt, knapp 30.000 Zuschauer?

Ich sage es mal so. Früher war es schon mehr mit der Aufregung vor dem Spiel. Aber durch die Jahre und die Erfahrung die man dann macht, wird es mit der Zeit weniger. Wobei ich zugeben muss, letzte Saison vor dem Spiel gegen Osnabrück war ich extrem nervös.

Als Publikumsliebling wirst du sicherlich viel von deinen Fans angesprochen. Wie gehst du damit um und nervt das auch manchmal?

Nein, mich nervt es überhaupt nicht. Es blieb bisher in seinem Rahmen, die Leute waren immer sehr nett, ich hatte noch nie Probleme damit gehabt.

Hast du ein großes Fußballvorbild?

Nun ja, ich hatte immer wieder meine Lieblingsspieler wie zum Beispiel Beckham, Zidane, der brasilianische Ronaldo oder Ronaldinho. Ich glaube, das sind die Spieler wo man einfach gerne hingeschaut hat, es waren gewisse Vorbilder. Aber jetzt ist es vorbei….

Wirst du nach deiner Profikarriere den sportlichen Weg weitergehen, z.B. als Trainer oder Spielerscout?

Naja, ich habe ja noch ein Jahr einen Vertrag, worüber ich mich sehr freue, weil ich momentan noch gerne selber spiele. Dann muss man mal weiter sehen. Ich würde natürlich gerne weiter im Sport bleiben, aber was man will und was man für Möglichkeiten angeboten bekommt, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Man wird sehen was kommt.

Gab oder gibt es Momente, wo du von Fußball überhaupt nichts mehr wissen wolltest?

Das gehört einfach dazu im Fußball, dass es Zeiten gibt, wo es nicht so gut läuft, da muss man durch. Aber dass es einen Punkt gab, wo ich gesagt habe, so jetzt ist Schluss, das gab es Gott sei dank noch nicht! Mir ist aber auch absolut bewusst, dass es im Leben auch viel Wichtigeres gibt als Fußball.

Hast du den Schritt in den Osten zu Dynamo Dresden zu gehen jemals bereut?

Wer sich meine Geschichte, seit dem ich bei Dynamo Dresden bin, anschaut, der weiß, dass es da nur eine Antwort geben kann und die lautet: „Nicht eine Sekunde!"

Wie oft kommst du nach Hause zu Eltern, Bekannten und Freunden?

Nun dadurch, dass ich jetzt Kinder habe, die schulpflichtig sind, nicht mehr so oft. Aber zum Glück kommen Eltern, Bekannte und Freunde auch sehr oft zu uns nach Dresden, was uns sehr freut.

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?

Ich war in letzter Zeit mit meiner Frau ab und zu im Theater. Das hat uns richtig gut gefallen. Ansonsten tendieren wir da eher in Richtung Kino. Was wir uns vorgenommen haben ist ein Opernbesuch.

Du bist sehr bescheiden. Warum sieht man einen Cristian Fiel nie auf einem roten Teppich?

Weil es zu Hause in den eigenen vier Wänden immer noch am schönsten ist. (…er lacht)

Wie sieht dein Fazit zum momentanen Stand von Dynamo Dresden aus und glaubst du an den Klassenerhalt?

Wenn ich nicht mehr an den Klassenerhalt glauben würde, dann bräuchte ich ab morgen nicht mehr zum Training zu gehen. Was aber ziemlich klar ist, dass wir uns momentan in einer äußerst schweren Situation befinden. Es sind nicht mehr viele Spiele und wir wollen zumindestens den Relegationsplatz erhalten. Wenn wir es darüber hinaus direkt schaffen würden, einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen, wäre das natürlich noch besser. Wir müssen aber froh und dankbar sein, dass es den Relegationsplatz gibt. Wenn der Weg in der 2.Liga zu bleiben, nur über die Relegation geht, müssen wir den Weg wahrnehmen und unbedingt nutzen.

Lieblingsfarbe?

Schwarz

Lieblingsspeise?

Gegen eine leckere Dorade gibt es nichts einzuwenden. Also: Fisch

Lieblingsfilm?

Da gibt es äußerst viele, da kann ich keinen einzelnen nennen!

Lieblingssänger oder Sängerin?

Tut mir leid, auch damit kann ich nicht dienen, ich höre wirklich fast alles…

Was fährst du für ein Auto?

Audi

Wie war deine Note in Betragen in der Schule?

Eine völlig ausreichende 2 (lacht)

Bist du ein Morgenmuffel?

Seitdem ich Kinder habe nicht mehr. Davor ganz, ganz schlimm…

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Da brauch ich nicht lange zu überlegen. Meine Frau, mein Sohn und meine Tochter. Mehr brauch ich zum Leben nicht…

 

 


 

 

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